Fünfzehnter Tag

Sonntag, 28. Juli 2019

Heute Morgen waren wir früher wach als gestern - und auch noch alle Boote im Hafen ;-). Ein sonniger Sonntag erwartet uns und nach dem Frühstück machten wir „klar Schiff“ und fuhren dann gegen 10:00 Uhr los. Es ging erst den gleichen Weg zurück, den wir gestern gefahren sind bis zur kleinen Müritz. Dort bogen wir dann ab um durch den Sumpfsee und die Müritz-Havel-Wasserstrasse zum Mirower See zu gelangen.

Anita am Steuer

Am Ende der Wasserstrasse oder des Kanals erwartete uns dann noch die erste Schleusenfahrt. Zum Glück mussten wir nur eine „Schleusung“ lang warten (ca. 30 Minuten) und konnten dies sogar im Schatten machen. Während des Wartens bindet man das Boot an den sogenannten Duckdalben, dies erfordert, dass man das Tau vom Boot aus um diesen „Pfosten“ wirft um das Boot möglichst nahe daran zu halten. Ebenfalls müssen die Fender neu ausgerichtet werden, damit das Schiff keinen Schaden nimmt, falls man an die Schleusenwand oder an ein Nachbarschiff prallen sollte. Danach ging’s rein in die Schleuse - auch „Kammer des Schreckens“ genannt ;-)

Kanalfahrt Müritz-Havel-Wasserstrasse

Rund acht Boote hatten in der Schleusenkammer platz und wir waren Nummer fünf. Der Schleusenchef half beim Befestigen des Taus und dann ging‘s auch schon langsam abwärts - aber nur mit dem Wasser ;-)

Schleuse bei Mirow

Nach der erfolgreichen Überwindung unserer ersten Schleusenfahrt steuerten wir den Hafen von Mirow an um dort eine Anlegestelle zu suchen. Das freundliche Hafenteam fragte uns schon von Weitem, ob wir hier übernachten wollten - und wir wollten. Mit tatkräftiger Unterstützung bewältigten wir die knifflige Einfahrt und konnten ratz-fatz festmachen.

Boot in Mirow

Wie alte Hasen haben wir uns dann beim Hafenmeister angemeldet und auch das Boot an den Strom gehängt.

Die Dorfbesichtigung machten wir dann mit unseren Fahrrädern und dabei kamen wir an einem Laden mit Anglerzubehör vorbei. Dort fanden wir dann tatsächlich auch das gesuchte Sonnensegel, das wir auf dem Boot einrichten möchten, weil die Sache mit dem Sonnenschirm bei Wind nicht wirklich funktioniert…

Das Sonnensegel können wir dann auch für unseren Rapido oder unseren Balkon weiter verwenden.

Zurück beim Boot gab es dann eine „Brotzeit“. Ob Anita heute noch im See schwimmen geht?

Am Abend wollen wir im Restaurant „Alte Schlossbrauerei“, welches direkt am See liegt, einen feinen Fisch essen gehen und den Sonnenuntergang geniessen. Möglicherweise ist es der vorläufig letzte, denn die Wetteraussichten sind nicht gerade rosig und ich sehe mich schon, wie ich im Regenschutz auf Deck stehe... Im Moment ist es jedoch einfach herrlich, auf dem Bänkchen am See, unter uralten schattenspendenden Buchen den Wind zu spüren und die Enten bei der Futtersuche zu beobachten...

 

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